Heimatmuseum Humboldtbaude
Das Ebersbacher Heimatmuseum ging so wie die meisten der Lausitzer Museen aus der Humboldtvereinstätigkeit hervor, deren Gründung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Gedenken Alexander von Humboldts erfolgte.
Der Ebersbacher Humboldtverein, der seinerzeit der erste und zur Jahrhundertwende der größte in der Südlausitz war, gründete sich um 1861.
14 derartige Vereine entstanden, deren Blütezeit der Vereinstätigkeit zwischen 1870 und 1910 lag.
Die Entwicklung der Sammlungen des Ebersbacher Humboldtvereins begann noch vor der Gründungszeit.
Der Grundstein des öffentlichen Museums wurde um 1891 gelegt.
Bestehen der Sammlungen (Vereinsgründung): 140 Jahre
Bestehen des Museums: 110 Jahre
(Stand von 2001)
Der Sammlungsbestand, der gegenwärtig mit ca. 100.000 Sachzeugen angegeben werden kann, beinhaltet Spezialsammlungen der Bereiche Zoologie, Botanik, Geologie, Ur- und Frühgeschichte, Orts- und Regionalgeschichte sowie Volkskunde.
Seit ca. 1994 werden die einzelnen ständigen Ausstellungen schrittweise dem modernen Museumsstandard angeglichen. Durch eine räumliche Umstrukturierung der 290 m² großen Ausstellungsfläche und dem Einsatz moderner Ausstellungstechnik kommt nicht nur der ursprüngliche naturhistorische Museumscharakter besser zur Geltung, die Anzahl der Exponate kann außerdem bei gleicher Ausstellungsfläche prozentual erhöht werden.
Um einen Überblick über die Vielgestaltigkeit der Sammlungsbereiche geben zu können, werden bis zu sechs mal pro Jahr Sonderausstellungen durchgeführt. Auch der Pilzberater ist jedes Jahr mindestens zweimal mit seiner Pilzausstellung und fachkundiger Beratung im Museum zu Gast.
In unserem Museum bekommt der Besucher neben populärwissenschaftlichen Themen, Veranstaltungen, Gastausstellungen oder Neuerwerbungen auch Interessantes über die Arbeit hinter den Kulissen, die eigentliche Museumsarbeit, das Sammeln, Bewahren und Restaurieren vermittelt. Außerdem bekommt er eventuell auch einmal die Schätze der verschiedenen Sammlungsbereiche zu Gesicht, die meist aus Erhaltungsgründen für die ständigen Ausstellungen nicht vorgesehen sind.
zum Seitenanfang | Seite drucken



