Die Schulen in Ebersbach/Sa.

Das erste Schulhaus

Das erste Schulhaus wurde 1670 dort errichtet, wo heute das ehemalige Kontorat steht. Es wurde am 1.7.1700 vollständig zerstört und an gleicher Stelle wieder durch ein neues ersetzt, das 1717 durch ein zweites ergänzt wurde. Die Unterrichtsfächer zu dieser Zeit waren Religion, Gesang, Lesen und Schreiben. Die Unterrichtsmittel dazu Bibel, Gesangbuch, Katechismus, Lesefibel, und Schiefertafel. Am 3.Oktober 1817 fiel das obere Schulhaus ebenfalls einem Brand zum Opfer. Das zweite wurde, nachdem es nach 100 Jahren baufällig wurde, abgerissen und an gleicher Stelle zwei neue Schulhäuser errichtet. Die Einweihung erfolgte am 5. November 1818. Diese beiden Kirchschulen besuchten bis 1841 mit Ausnahmen alle schulpflichtigen Kinder. Ab 1826 wurden zu dem ersten und zweiten Lehrer noch zwei Unter- und Elementarlehrer eingestellt. Das sächsische Schul- und Elementargesetz vom 6. Juni 1835 sah ein höheres Bildungsziel vor und führte den 8-jährigen Schulbesuch für Mädchen und Jungen ein. Neue Unterrichtsfächer waren Sprechen, Rechnen und Realieren (Naturwissenschaftliche Unterrichtsfächer).

Schule um 1841

1841 wurde eine Schule in einem zunächst gemieteten Haus eingerichtet, um der Überfüllung der Kirchschule Abhilfe zu schaffen und den inzwischen 78 schulpflichtigen Kindern aus dem Spreedorf den langen Schulweg nicht weiter zuzumuten. Ab 1847 wurde in einem gekauften Haus bei Schul-Müllern weiter unterrichtet. Um die mit 838 Kindern überbelegte Kirchschule zu entlasten und für die Kinder der Ortsteile Haine und Hempel ein neues Schulhaus zu bauen wurde 1859 das älteste Haus auf der Haine (erbaut 1703) zum Abbruch erworben und ein neues Gebäude darauf errichtet. Am 10. April 1861 wurde der Neubau mit einer Schülerzahl von 210 eingeweiht und eröffnet.Nachdem auch im Spreedorf die Anzahl der schulpflichtigen Kinder auf 153 angestiegen war, beschloss man den Neubau eines Schulgebäudes. Der Baubeginn erfolgte am 16. Juni 1881 mit der Grundsteinlegung. Am 16. Oktober 1882 wurde die Spreedorfer Schule feierlich eingeweiht und bezogen. Ein Jahr später bestand die Schule aus vier gemischten Klassen mit 150 Kindern, einem Lehrer und einem Hilfslehrer. Bereits 1871 mangelte es erneut an Schulraum und so wurde im Oberdorf (Oststr.1) eine Nebenschule für die Klassenstufen 1 bis 3 eingerichtet, die später in das Hintergebäude Hauptstraße 73 verlegt wurde.

neue Hainschule

Durch die allgemeine Industrialisierung der Oberlausitz stieg die Zahl der Einwohner und damit auch die Zahl der Schulkinder rasch an. Es machte sich erneut ein Neubau einer Schule dringend erforderlich. Auch das neue Schulgesetz, welches 1874 in Kraft trat, stellte neu Anforderungen an Schulen und Gemeinden.  Am 23. April 1883 erfolgte die Grundsteinlegung für das Schulgebäude im I.Bezirk (Kirchschule) unter reger Beteiligung von Schülern und Einwohnern. Der Neubau ging so zügig voran, dass die Einweihung bereits im August 1884 stattfand. Durch den Bau einer Turnhalle (Jahnturnhalle) im Jahr 1899 konnte der Sportunterricht besser gestaltet werden.
Bereits 1885 erwies sich die Hainschule als zu klein. Es erfolgte daher, trotz großem Widerstand aus Teilen der Bevölkerung, am 15 Oktober 1897 die Grundsteinlegung für die neue Hainschule nachdem ein geplanter Anbau an die alte verworfen wurde. Die feierliche Eröffnung und Weihe erfolgte am 10. Oktober 1899. Der Schulbetrieb wurde mit acht Klassen mit 579 Schülern aufgenommen, die eine wesentliche Bereicherung durch die 240 qm große Turnhalle nebst Sportplatz erhielten.

Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule

Nachdem in den Kriegsjahren die Schulen ihren Betrieb, teilweise in andere Gebäude verlegen mussten, konnte er am 1. Oktober 1945 für alle Grundschulen wieder geregelt stattfinden. Durch den Bevölkerungszuwachs und dem Umstand, dass ab 1. September 1953 die Schüler aus der Nachbargemeinde Kottmarsdorf ab der 5.Klasse in der Kirchschule unterrichtet wurden, vergrößerte sich die Schulraumnot immer mehr, so dass im ehemaligen Amtsgericht Unterrichtsräume für die Klassen eins bis vier des oberen Stadtteiles eingerichtet wurden.1973 begannen Generalreparaturen an der Kirchschule (die zwischenzeitlich zu ihrem 75-jährigen Bestehen in ‚Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule‘ umbenannt wurde) die sich bis 1978 hinzogen und die teilweise Auslagerung einzelner Klassen erforderte.  Bereits 1967 wurden an der Hainschule Reparaturen und Modernisierungsarbeiten durchgeführt, die in den Folgejahren durch weitere Arbeiten, z.B. dem Neubau des Sanitärtraktes 1983-1986 ergänzt wurden.

Alfred-Förster-Oberschule

Mit dem Wohnungsbaubeginn im Oberland im Jahre 1968 ergab sich ein weiterer Anstieg der Schülerzahlen, der mit der Einweihung der ersten polytechnischen Oberschule mit Turnhalle im Jahr 1971 abgefangen wurde. Als die Schule 1977 den Namen ‚Alfred-Förster-Oberschule‘ erhielt, wurden dort bereits 500 Schüler unterrichtet. Ab dem Schuljahr 1992/93 wurde die Schule dann Gymnasium, mit Außenstelle in der Jahnschule bis 1998 für die Schüler der 5. Bis 9. Klasse. Mit dem Schuljahr 1992/93 wurden in der ehemaligen ‚Dr.-Richard-Sorge-Oberschule, welche 1981 als zweite polytechnische Schule hinzukam, zwei Schulen eingerichtet, die Andert-Mittelschule und die Spreequell-Grundschule.Nach umfangreichen Bau- und Renovierungsarbeiten, die innerhalb von nur 5 Monaten beendet wurden, konnte das Gebäude der Spreedorfer Schule, welches zwischenzeitlich dem VEB Lautex Neugersdorf als Wohnheim diente, seinem ursprünglichem Zweck zugeführt werden und beherbergte bis 2005 die freie Grundschule SCHKOLA.

Einige der genannten Schulen präsentieren sich bereits im Internet und freuen sich über Ihren Besuch.

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Andert-Mittelschule

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Jahn-Grundschule

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Schkola Oberland

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster Förderschulzentrum "Albert Schweitzer" 

 

http://www-db.sn.schule.de/

 

 

Die Entwicklung der Schulen in den folgenden Jahren stellt leider keine rosige Zukunft in Aussicht. Ab Schuljahr 2005/2006 ist die Hain-Mittelschule geschlossen. Aber es gibt eine gute Nachricht für dieses schöne alte Gebäude. Die Schkola hatte sein Interesse bekundet und ist dort 2006 eingezogen und hat dem Gebäude wieder Leben eingehaucht. Das Gymnasium in Ebersbach/Sa. gibt es seit Beginn des Schuljahres 2004/2005 leider nicht mehr, dafür ist das Förderschulzentrum in dieses Gebäude eingezogen. Der Unterricht für Mittelschüler soll zukünftig im geplanten Mittelschulzentrum stattfinden, dass im Wohngebiet Oberland gebildet wird und eine Außenstelle in der Pestalozzi-Schule in Neugersdorf besitzt. Die Grundschüler besuchen jetzt nur noch die Jahn-Grundschule, die Spreequell-Grundschule im Oberland gibt es seit dem Schuljahr 2006/2007 nicht mehr.

 

Der Unterricht für Gymnasiasten bleibt den Orten Seifhennersdorf und Löbau vorbehalten

|  letzte Änderung: 18.11.2008 | Seite drucken |
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